„Ein ganz normaler Samstag“ oder „Reitschul-Tag am Ponyhof“

Ich bin immer ganz fasziniert, wenn ich aus dem Fenster schaue und Samstag morgens schon ein Fuhrpark an Autos vor dem Stall entdecke. Samstags ist bei uns am Ponyhof die Hölle los, egal ob in der Reitschule oder Ponyreiter, für Action ist gesorgt. Unsere Reitlehrerin Sandra meistert den Stress ganz souverän, man merkt ihr an, dass sie durch den Trubel sogar eher positiv motiviert als gestresst ist.

Am Vormittag sind meist Longen, die Ponys im Roundpen traben brav ihre Runden und die Kinder finden, langsam aber sicher, den Rhythmus beim Leichttraben. „Auf, nieder, auf nieder“ hören die Eltern am Rand der Reitbahn immer wieder und wundern sich bisweilen, das das wirklich so schwer sein kann. (Ja!, ist es anfangs)

Selbst wieder Kind sein möchte man, wenn man die Zwergerlreitstunden beobachtet: wie die Kleinen spielerisch das Reiten und den Umgang mit dem Pony lernen, bei Ponyspielen und beim gegenseitigen Führen und Reiten. Unsere Ponys wissen auch ganz genau, dass hier Zwerge mit ihnen unterwegs sind und benehmen sich außerordentlich sanft und lieb.

In der Zwischenzeit sieht man immer wieder Kids und Jugendliche am Ponyhof hin und her huschen, mit dicken Ponys am Strick, die verkrustetes Fell vom genüsslichen Wälzen im Herbstschlamm haben. Dieses gilt es jetzt zu säubern, die Ponys ordentlich zu striegeln, bis der Sattel auf glattem, ordentlich gebürstetem Fell zum Liegen kommt.  Nun hilft auch Sandra den fortgeschrittenen Schülern bei den letzten Vorbereitungen der Ponys für die Reitstunde und dann geht es auch schon auf den Reitplatz. Immer wieder kommen auch erwachsene Reitschüler, oft Eltern, die gemeinsam mit ihren Kindern, deren, in der Kindheit begonnene Reitkarriere,wieder aufnehmen möchten.

Es wird getrabt, Hufschlagfiguren geritten und dann auch galoppiert. Die Ponys können zeitenweise sehr stur sein und so sieht man das ein oder andere Kind, das lernt, wie man sich auf einem Pony durchsetzt, damit es nicht in die Mitte abbiegt oder den anderen Ponys nachläuft, sondern dahingeht, wo der Reiter auch hin möchte. Kleine Sprünge meistern die Reitschüler bravourös und so geht eine erfolgreiche Bahnstunde zu Ende. Die Reitschüler versorgen ihre Ponys nach der Reitstunde selbst, dass heisst, es wird abgesattelt, ein Leckerli zugesteckt und dann werden die Ponys wieder auf die Koppel entlassen.

Die nächsten Ponys werden geholt, ein 2h Ausritt bildet den Abschluss des Reitschultages. Ein entspannender Ausritt ist genau das Richtige um am Wochenende die Seele baumeln zu lassen, und daher haben wir hier auch sehr viele Erwachsene, die sich gerne von unseren Haflingern und größeren Ponys in den Wald entführen lassen.  Egal ob ein knackiger Galopp oder nur im Schritt durch die Jahreszeiten, ein Ausritt ist einfach das Größte, um Zeit mit Pferden zu verbringen!

Nach so einem erfolgreichen Arbeitstag genießen unsere Ponys natürlich auch ihr Schlammbad – genauso wie die Reiter ihre Dusche!

Bis bald am Ponyhof,

eure Julia

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